Norwegen-Schweden Tour

Nachdem ich meine Zelte in Lund am 18. August abgebrochen hatte (die neuen Internationalen kamen und ich musste nach genau einem Jahr mein Zimmer raeumen), wurde noch ein kleiner Roadtrip durch Schweden und Norwegen drangehaengt – mit dabei Felix, der den VW-Bulli gleich mitbrachte, der uns die naechsten 3-4 Wochen als Fortbewegungsmittel und Unterkunft diente.

Der Rundtrip (Lund -> Gøteborg -> Oslo -> Kristiansand -> Stavanger -> Bergen -> Kristiansund -> Trondheim -> Mora -> Stockholm -> Øland -> Lund) war sehr lohnenswert mit vielen schoenen, lustigen und auch spannenden Momenten.…

Weiße Nächte und tanzende Elfen

Schweden ist vorueber. Die letzten Monate sind zuegig ins Land gezogen, zeitweise mit einem Affenzahn. April, Mai, Juni, Juli, August, September. Midsommaren (der Mittsommer) ist sicherlich eine der bekanntesten schwedischen Traditionen – und gleichzeitig der längste Tag des Jahres. Am Midsommardag schaute spontan noch einmal die Sonne am späten Nachmittag vorbei, nachdem es zuvor tagelang geregnet hatte. So ist es wohl immer, wenn man den Schweden glauben darf. Auch soll die Mittsommernacht magisch sein – mit tanzenden Elfen und versteckten Trollen hinter Bäumen.…

Heute vor einem halben Jahr…

…war kein Fasnacht und Schmotziger Dunschtig. Es war auch nicht bitterkalter Winter. Es war ein heisser Augusttag in Deutschland, als ich mich mit Koffer, Rucksack, Gitarre und Flipflops auf den Weg nach Schweden machte. Konstanz – Offenburg – Kopenhagen – Lund. Am Bahnhof wurde ich von netten Mentoren in roten T-Shirts und “Vällkommen till Lund” Sprechgesängen empfangen, die sich die ersten sonnenintensiven Spätsommer- und Frühherbsttage und -wochen intensiv um einen kümmerten…

…ein halbes Jahr später stehe ich nun auf der anderen Seite.…

Ein Tag im Atomkraftwerk…

…stand am Donnerstag, den 8. Februar bei uns auf dem Programm. Zugegeben, als ich den Plan unseres Study Directors das erste Mal hörte, wurde mir irgendwie mulmig – die Harrisburg/Tschernobyl-Generation, der ich angehöre, hat dann doch schon ein spezielles Verhältnis zur Kernkraft, sei sie anerzogen oder auch aus inzwischen eigener Überzeugung. Aber die Neugier siegte letztendlich doch, und kein Thema identifiziert sich besser mit unserem Studium der Technologieentwicklung aus wirtschaftlicher, kulturell-gesellschaftlicher und vor allem auch politischer Sicht, als eben diese Atomkraft.…

Malmö – Dublin und zurück

Am Nachmittag des 30. November 06 wurde im Provinzflughafen von Malmö (sowas wie Friedrichshafen) eine Ryanairmaschine bestiegen und drei Stunden später auf irischem Boden wieder verlassen.

Der Grund: Australien!! Die Begleitung: Schweden/Amerika!! Die Erklärung: Nun mal der Reihe nach… :)

“Pete Murray kommt nach Europa” – mit dieser Nachricht ging alles los vor etwa 3 Wochen. Einer meiner Lieblingssänger, australisch, und der eigentliche Grund, warum ich vor knapp 2 Jahren wieder zur Gitarre griff, hatte sich entschieden, das erste Mal in Europa vorbeizuschauen.…

Roadtrip durch das wahre Schweden

Es war schon lange an der Zeit und am letzten Wochenende wurde es endlich in die Tat umgesetzt. Raus aus Lund!! Mit dabei: ein Auto mit “unlimited miles” und eine Begleiterin – Linda, eine sehr gute Freundin, ein bisschen schwedisch und ein wenig amerikanisch und ebenfalls grad in Lund am studieren. Das Ziel: kein Ziel, einfach mal drauflosfahren. Vielleicht Göteborg, vielleicht Stockholm, vielleicht nur Landschaft, es stand in den Sternen. Freitag mittag holte ich den Wagen ab, ganz ordentlich, was wir da für unser Geld bekamen, inkl.…

Jedes Jahr im noblen Oktober…

…steht Schweden für einige Tage weltweit in den Schlagzeilen. Nagut, dieses Jahr waren es vielleicht noch zwei Schlagzeilen mehr, nachdem im Sommer fast das Atomkraftwerk Forsmark in die Luft gefolgen ist und vor ca. einem Monat Schweden ein neues Parlament gewählt hat und die Sozialdemokraten knapp dem Mitte-Rechts-Bündnis “Die Allianz” unterlagen und damit die 10-jährige Regierungszeit von Göran Persson beendet wurde – aber ich schweife schon wieder ab, zurück zu den Oktober-Schlagzeilen, welche gestern ihren vorläufigen Höhepunkten erreichten…

Alfred Nobel…und DER SPIEGEL formulierte es folgendermaßen: “Business statt Almosen – Die Grameen-Bank nimmt 20 Prozent Zinsen.

Das wissenschaftliche Zentrum Europas…

…war im späten 16. Jahrhundert die Insel Ven. Diese gehört inzwischen zu Schweden, liegt im Öresund (zwischen Dänemark und Schweden) und beherbergte zu diesem Zeitpunkt einen dänischen Astronom namens Tycho Brahe (1546-1601), welcher von seinen dort erbauten Forschungszentren Schloß Uranienborg und Sternwarte Stjerneborg jede Nacht erneut den Himmel beobachtete.

Als wir Ende September an einen verflucht schönen Spätsommertag mit unserem Kurs dorthin aufgebrochen sind, wußte ich von alldem noch garnichts. Mit dem Zug bis nach Landskrona, kurze Besichtigung, weiter mit der Fähre hinüber zum Hafen Bäckviken eben dieser Insel und weiter mit dem Bus zum Inselinneren.…

Gallery auf dem neusten Stand!!!

Jede Menge neue Bilder warten auf Euch in der Gallery. Zum ersten Mal seit ich in Schweden bin ist damit alles up to date. Die letzten vier Unteralben sind zwar noch nicht kommentiert, aber dies folgt alsbald möglich. Chronologisch bedeutet dies:

15./16. August 2006: Anreise und Ankunft
17./18. August 2006: Erste Eindrücke
19. August 2006: Ausflug in Skåne
22. August 2006: København / Malmö
23. August 2006: Wohnheim und Fahrrad
24. August 2006: Mentor Barbecue
27. August 2006: Ikea-Besuch
31.…

Deutsche/Konstanzer Telefonnummer

Da in absehbarer Zeit kein schwedisches Festnetz in Sicht ist, hab ich nach Alternativen gesucht und bin fündig geworden. Ab sofort kann man mich unter einer neuen deutschen Festnetznummer mit Konstanzer Vorwahl erreichen – vorausgesetzt, mein Computer ist an (was aber grundsaetzlich immer der Fall ist, wenn ich zu Hause bin…):

+49 7531 584064

Nach wie vor gilt natürlich auch meine schwedische Handynummer (+46 76 23 33 572) , die in keinster Weise die Welt kostet (01026 – 11,4 ct).…

Der Beginn des Studiums und die nervende Unabhängigkeit

Am Dienstag war der letzte Tag unseres Sprackkurses und damit leider auch Abschied von Linda angesagt. Sprichwörtlich, denn sie jettete Tags drauf schon nach Barcelona, um dort die nächsten drei Jahre ihres jungen Lebens zu verbringen, wie sie uns in den letzten gemeinsamen Minuten erzählte. Über die Gründe wird noch heute intensivst spekuliert, ich tippe auf einen spanischen Freund und liege mit dieser Meinung nicht alleine. Schade, schade… :o)

Doch noch am gleichen Mittag war das erste Treffen mit meinen ganzen zukünftigen Master-Kollegen/innen sowie unserem Study Director angesetzt und so blieb wenig Zeit zu trauern.…

Wohnst Du noch oder lebst Du schon…?!

Bei dieser Frage bin ich mir immer noch nicht so ganz sicher. Natürlich lebe ich, zumindest ausserhalb meines schnuckeligen Zimmers im schwedischen Korridor des Delphi-Komplexes – innerhalb jedoch war es heute Zeit für ein klein wenig Veränderung. Und was lag da näher, als im Mutterland von Ingvar Kamprad mal dessen Möbeldiscounter auszutesten. Ein ganz ordentliches steht bei Malmö um die Ecke und unsere Mentorinnen waren so nett, dorthin einen Sonntagsausflug zu organisieren. Das alles mit dem Bus, denn niemand hier hatte ein Auto.…

Augen auf beim Fahrrad-Kauf

Meine Füße fallen mir ab. 30 min hin zur Uni und auch zurück, meistens sogar zweimal – macht bis zu 10km am Tag.

Darum wurde heute das Projekt Fahrrad in Angriff genommen. Seit dem ersten Tag versuchten sehr dubiose Fahrradhändler vor dem Universitätsgebäude 2nd-Hand-Bikes an den Mann bzw. Frau zu bringen. Standardpreis 800-1000 Kronen, umgerechnet 90-110 Euro. Und das für absoluten Müll wohlgemerkt. Rostlauben, die für nahezu nichts in Malmö, Göteborg oder anderen großen Städten im ganze Land bei Polizei-Auktionen ersteigert werden, per Truck nach Lund gekarrt werden und hier für horrende Preise an den Studenten gebracht werden.…

Columbus in Kopenhagen

Heut am Dienstag (22.08), also nicht mal einer Woche nach meiner Ankunft, war ich schon wieder in Kopenhagen. Der Grund war überraschend. Anja kam mit ihrem Kreuzer aus St. Petersburg über Stockholm nach Kopenhagen und legte für 6 Stunden im dortigen Hafen an. Die letzte Chance sie zu sehen, bevor Sie über den Atlantik mit Stopp in Island richtung Chicago weiterschipperte. Außerdem war die Möglichkeit gegeben, dass sie mir das Schiff zeigen konnte und so liess ich mich nicht zweimal bitten mal schnell in die Andersen-Stadt rüberzujetten.…