Australia (Cairns – Brisbane)

Nikolaus, und ich ab nach Australien. Sommer, Sonne, Strand. Ostkueste Australien – ich muss zugeben, dieser Fleck von Australien geniesst einen besonderen Ruf – und ich muss auch zugeben, dass ich nicht viel drauf gegeben habe – es war seit jeher das Land, was mich schon als kleines Kind fasziniert hatte, wo ich unbedingt hinwollte, egal welchen Teil, Hauptsache Australien. Ich hatte vor, mein Ding durchzuziehen und wurde ab dem ersten Tag eines besseren belehrt.

Cairns, heiss und tropisch – der Flughafen ausserhalb der Stadt, darum schon im Vorfeld ein Hostel reserviert – auf Empfehlung. War ein Griff ins Klo. Asylum – allein bei diesem Namen haette ich schon misstrauisch werden sollen. Nettes Personal, aber um das versprochene Gratis-Internet auch von mehr als einem staendig belegten Rechner geniessen zu koennen, musste ein Asylum T-Shirt erworben werden. 10 Dollar – und damit verbunden das sogenannte Mad Monday Package – ein Partyabend mit lauter Trinkgutscheinen, der mir gleich am ersten Australientag den Stecker zog. Die Zimmer waren uebrigens auch dreckig – Bedbugs juchee – zaehe und unangenehme Zeitgenossen. Und dies von Neuseeland kommend – fantastische Hostels die letzten 10 Wochen. Kann man etwas anderes als entaeuscht sein? Rene, ein Franzose, den ich am Flughafen kennengelernt hatte (und ihm gleichzeitig das Hostel empfohlen hatte) tat mir leid – aber er schien sich wohlzufuehlen – warum auch nicht, er hatte noch keine anderen Hostels zuvor getestet – fuer ihn war dies normal.
Am naechsten Tag musste ich aufgrund der Steckeraktion einen Regenerationstag einlegen und hatte genuegend Zeit, Cairns zu erkunden. Die Tour rauf nach Cape Tribulation war ausgebucht und ausserdem unverschaemt teuer, Tauchen wollte ich noch nicht und auch Schnorcheln am so einmaligen Great Barrier Reef kam fuer mich nicht in Frage. Das einzige, was ich an diesem Tag erwarb, war ein Busticket (absolutes Schnaeppchen) bis Melbourne innerhalb von dreissig Tage – ich hatte Zeit bis zum 7. Januar nach Melbourne zu kommen. Aufgrund meiner limitierten Zeit wollte ich mich dieses Mal nicht auf Bekanntschaften, Mitfahrgelegenheiten oder Hitchen (nicht wirklich zu empfehlen in Australien) verlassen.

Townsville war am folgenden Tag meine erste gebuchte Etappe. Ich musste erstmal ankommen, mich niederlassen, auf Australien einlassen, wieder Lust aufs Entdecken bekommen – kurzum ich brauchte einen gemuetlichen Fleck, wo ich ein wenig Ruhe hatte – und Cairns schied dafuer aus – darum Townsville. Und es war die richtige Entscheidung. Diese Stadt, Absprungort fuer Magnetic Island, strahlte mehr Ruhe aus, das Hostel war angenehmer und auch die Leute nicht ganz so aussteigermaessig und surfervernarrt unterwegs. Anstatt am naechsten Tag, welcher Sonne pur bot, direkt nach “Maggie” ueberzusetzen, machte ich erstmal halblang und erkundete die Innenstadt, das Aquarium mit nachgebildetem, natuerlichen Reef (deswegen ReefHQ) und jeder Menge Haien, die Brauerei und das IMAX. Der Abend bescherte mir eine Deutsche Labertasche, die ihren Mund nicht mehr zubekam (irgendwie hab ich manchmal das Gefuehl, dass ich mit den meisten juengeren Maedels nicht mehr soviel anfangen kann – werde ich etwa alt?!) und der naechste Tag aufgrund krassen Regens keinen Ausflug nach “Maggie”, sondern eine spontane Weiterfahrt nach Airlie Beach, Absprungsort fuer die Whitsunday Islands

Ich weiss, hier fehlt noch was … Fortsetzung kommt bald!!

Jörg Denkel

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