Mendoza -> Jujuy -> Tupiza

Von meinem urspruenglichen Plan, Suedchile noch zu besuchen, war ich aufgrund Zeitmangels schon seit laengerem abgerueckt, denn zu Weihnachten wollte ich ja wieder in entgegengesetzterRichtung in Chimbote, Peru sein. Auch musste die Tour durch den bolivianischen Salzsee “Salar de Uyuni” noch unbedingt sein, den ich ja verpasst hatte, da ich ja aufgrund Krankheit zu lang in La Paz geblieben war. Und gleichzeitig war da einfach noch der Wunsch, die gleiche 35h-Busfahrt nicht nochmal rueckwaerts machen zu muessen. Daher: Flugs (nein, kein Flug!!) ueber die Anden auf argentinische Seite und dort dann gegen Norden und Bolivien/Peru…

Auf gleicher Hoehe, aber 6h oestlicher liegt das argentinische Mendoza, in welches ich am 11. Dezember 2007, nach gruendlicher Gepaeckdurchsuchung in luftiger Hoehe, eintrudelte. Mein Ziel war Rindfleisch und Wein. Mit dabei hatte ich wenig Zeit – genau ein Nachmittag und Abend. Das Rezeptions-Maedel in meinem Hostal enpuppte sich jedoch als Schatz und ersparte mir die Touristeninformation ein weiteres Mal. So wurde das Rindfleisch (meine Herren…) am Abend und die Bodegas am Morgen vor der Abreise nach Salta erledigt. Eine sehr zu empfehlende Stadt, die wunderschoene und nette Menschen und Bodegas drumherum bietet (kein Eintritt, volles Glas Wein inkl. Museum obendrauf!!). Das Suedamerika-Feeling war zurueck!! Im Tag-/Nachtbus nach Salta (immerhin 20h) bemerkte ich, dass die Nachbarstadt Jujuy sich bzgl. Genzuebertritt nach Bolivien durchweg besser eignet und obendrein die knappe Zeit nicht ganz so schroepft – folglich wurde mir vom netten Steward angeboten, gleich im Bus sitzenzublieben, da dieser eh nach Jujuy steuerte und Salta links liegen liess (die Saltapassagiere mussten nochmal umsteigen).

Von Jujuy gings in 6h und drei argentinischen Strassenblockaden (Streik wegen irgendwas – wusste nichtmal mein einheimischer Sitznachbar) zu der argentinischen Grenzstadt La Quiaca und von dort zu Fuss ueber die Grenze nach Bolivien (unkompliziert wenn man des Spanischen maechtig ist) – Grenzstadt Villazon. In Villazon verliess mich das Glueck nicht und bescherte mir einen Bus 20min spaeter nach Tupiza (letzter Platz – die naechsten mussten stehen) – neben mir die nette Schweizerin Mirjam aus St.Gallen, mit der ich mir in Tupiza 2h spaeter ein Zimmer teilte (13. Dez ’07). Ein netter Abend dort (Tupiza ist unter anderem durch Cassidy und Kid beruehmt, die hier um die Ecke ihr letztes Gefecht hatten – das Staedtchen haette durchaus mehr Aufmerksamkeit und Aufenthalt verdient gehabt, u.a. auch wegen einer atemberaubenden Landschaft drumrum, die man wunderbar mit Pferden abreiten kann) und gleichzeitig der letzte, bevor es am naechsten Tag nach Uyuni ging, von wo nahezu alle Touren zu dem gleichnamigen Salzsee aufbrechen – 6h im Bus und Jeep, wobei Komfort und Stossdaempfer hier als sehr unwichtig betrachtet wurden und werden (zeitweise spielten die Muskeln meines Ruecken wegen Dauerbeanspruchung nicht mehr mit und liessen mich nur so zusammensacken – komisches Gefuehl)…

Jörg Denkel

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