Quito -> Bogotá

Der Flug nach Quito dauerte gerade mal laeppische 45min (kaum in der Luft, schon wieder unten) – die Taxifahrt vom Flughafen zum Hostal L’Auberge Inn dauerte genauso lang, war aber ums zehnfache billiger. Mit von der Partie war die nette Schweizerin Denise, die ich schon im guten Izhcayluma kennengelernt hatte und die mich eigentlich erst auf’s Fliegen gebracht hatte. Mein Plan war urspruenglich, Iberia davon zu ueberzeugen, von Quito (und nicht von Bogotá) nach Hause zu fliegen, denn es waren genau noch vier Tage uebrig (21-25. Jan ’08) und ich wollte nicht unbedingt zwei Millionen-Haupstaedte in dieser kurzen Zeit “durchrushen”. Naja, Iberia machte mir am naechsten Morgen einen dicken Strich durch die Rechnung und so war der erste Quito-Tag spontan fuer die Suche von Transportmoeglichkeiten nach Bogotá reserviert. Es gab diverse Moeglichkeiten, aber keine war ideal. Entweder schnell (Flug – 1,5h – 250 Dollar) oder langsam (Bus – 28h – 75 Dollar) oder ein Mix aus Flugzeug und Bus. Ich entschied mich schliesslich fuer den Bus schon am naechsten Tag und machte mich auf zum Bus-Office, um dort festzustellen, dass dieser am naechsten Tag schon um 5.30 Uhr morgens abfuhr. Naja, 5.30 Uhr – da hatte ich schon schlimmeres erlebt – her mit dem Ticket also!! Auf meine beilaeufige Frage, wie es denn um Nachtfahrten in Kolumbien und dem Thema Sicherheit steht, bekam ich die beilaeufige Antwort kombiniert mit einem Laecheln, dass nur einer von zehn Bussen der Firma im Normalfall ausgeraubt wird. Hmm, soviel Ehrlichkeit hatte ich mir dann eigentlich doch nicht gewuenscht – also zurueck mit dem Ticket. Meine angesammelten Souvenirs sind mir dann doch die 175 Extradollar wert – und meine Nerven und mein Ruecken auch. Ueberhaupt – Joerg ist zu bequem geworden seit der Izhcayluma-Woche (was jetzt nicht heissen soll, dass ich bequemer geworden bin als Ihr im fernen zu Hause!!)… ;)

Und nun fliege ich also morgen Mittag (24. Jan ’08) mit ner guten Avianca-Boeing nach Bogotá (danke an Tina und Alex fuer die aufmunternde Skype-Unterstuetzung!) und schau mir innerhalb der darauffolgenden 24h zumindest mal das Goldmuseum an. Was aber definitiv klar ist: Ich werde zurueckkehren in diese zwei Laender. Ecuador besteht aus soviel mehr als nur Quito und Vilcabamba und auch Kolumbien hat ausserhalb von Bogotá soviel zu bieten und wird nicht umsonst von der ueberwiegenden Mehrheit und Alt-Hippie Hans als das schoenste suedamerikanische Land bezeichnet…

…aber die Schublade mit Eindruecken ist so mehr als voll, dass ich erstmal nichts mehr aufnehmen kann. Es wuerde keinen grossen Sinn machen, die Reise noch zu verlaengern, ausser dass ich wohl in noch mehr Paradiesen haengenbleiben wuerde zum ausspannen und nichtstun. Ich muss mit neuem Elan wieder zurueckkehren und dann die ganze Geschichte upsidedown machen. Von Panama mit nem Boetchen nach Kolumbien schippern, ein wenig Karibik, die Kueste von Ecuador, den Amazonas, die Osterinseln, Patagonien und Feuerland – die Ideen gehen nicht aus. Nein, sie nehmen sogar zu beim Reisen!!

Ich versuche also, ab Samstag heimzukehren – sicherlich bzw. definitiv keine einfache Sache fuer den Kopf. Und wie immer werde ich mir Zeit nehmen dafuer. Und ich schiesse denjenigen auf den Mond, der mich nach 3 Tagen in Deutschland fragen wird, ob ich mich schon beworben haben, ehrlich! :) Poco a poco. Erstmal kommt ja auch die Fasnacht – in diesem Sinne: Ho Narro!!! Wir sehen uns…

…und: Ich freu mich!!

Jörg Denkel

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Comments (2) Write a comment

  1. so kommt man von einem Böog zum nächsten ;-) gerade noch in China jetzt in Südamerika, wow, sieht sehr spannend aus, was ich auf den ersten Blick so gesehen habe! und der Neid ist riesig…
    Liebe Grüße,
    Sarah

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