Malmö – Dublin und zurück

Am Nachmittag des 30. November 06 wurde im Provinzflughafen von Malmö (sowas wie Friedrichshafen) eine Ryanairmaschine bestiegen und drei Stunden später auf irischem Boden wieder verlassen.

Der Grund: Australien!! Die Begleitung: Schweden/Amerika!! Die Erklärung: Nun mal der Reihe nach… :)

“Pete Murray kommt nach Europa” – mit dieser Nachricht ging alles los vor etwa 3 Wochen. Einer meiner Lieblingssänger, australisch, und der eigentliche Grund, warum ich vor knapp 2 Jahren wieder zur Gitarre griff, hatte sich entschieden, das erste Mal in Europa vorbeizuschauen. Aber natürlich nicht Deutschland oder Skandinavien, nein, nur zu den Holländern und Briten wollte er. Und eben nach Dublin am Freitag des ersten Dezembers. Alles weitere hat dann irgendwie perfekt zusammengepasst: Ryanair unterhält als eine der wenigen Strecken von Malmö eine nach Dublin, das auch noch im Sonderangebot zu diesem Zeitraum, Vorlesungen und Seminare verpasste ich auch nicht besonders viel und in Dublin war ich nebenbei auch noch nie. Daher: buchen, buchen, buchen. Flugticket, Konzertticket, Hostel. Auf der Suche nach Unterstützung war wieder mal Linda die spontanste und buchte auch noch nachträglich.

Dublin-Trip Und so flogen wir von letztem Donnerstag bin Samstag nach Dublin. Eine beeindruckende Stadt, ein beeindruckendes Volk. War ja nach dem Abi schonmal im Westen von Irland (Ecke Galway), aber Dublin war dann nochmal etwas anderes. Der Stadtkern, die Sehenswürdigkeiten, das Flair (selbst im Dezember!!), das Preisniveau. Jetzt stellte sich nur noch die Frage: Was kann man in 40 Stunden so alles reinpacken?! Folgenden Lösungsweg haben wir gefunden: Direkt nach Ankunft am Abend bis in die Nacht rein “Pubcrawl” durch Dublins coolste Bars und Kneipen. Meiner Ansicht nach lernt man Dublin hier am besten kennen, dafür ist Irland nun einfach mal berühmt und es ist einfach auch kein Vergleich zum momentanen Schweden. Am nächsten Tag dann Sightseeing, Trinity College, Book of Kells, Library, Christ Church, Fish & Chips (!!) und natürlich gegen Abend mein absoluter irischer Traum – die Guinness Brewery mit einer wirklich guten und lohnenden Ausstellung inkl. Gravity-Bar mit 360° Rundumsicht auf die Skyline von Dublin. Und damit war ich doch eigentlich schon wunschlos glücklich, aber das war ja noch Pete, der eigentlich Dublin-Grund……und was dieser Aussie am Freitag Abend im Spirit (Club) in Dublin so zeigte, war mehr als genial. Allein, ohne Band – ein Mann, seine Gitarre, Mundharmonika und Sitzkiste mit integrierter Bass Drum. Kleiner Club, ausverkauft, persönliche Stimmung, gute Interaktion mit dem Publikum, erste Reihe, 2m Entfernung. Kann sich kein Australier verstellen, wenn er mal eines des 10.000er Konzerte in Australien besucht hat. Mit von der Partie noch eine Schweizerin und zwei Südafrikanerinnen, die wir tags zuvor kennengelernt hatten. Und so klang der Abend aus – ruhig, besonnen und mit einem kleinen Spaziergang durch die Temple Bar.

Am nächsten Tag wartete dann nur noch der Rückflug auf uns. Achja, und schlechtes Wetter in Schweden… | zu den Bildern…

Jörg Denkel

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