Waiting for the bus back to Estelí - La Rampla, Nicaragua

Nicaragua – León & Hochland

León – Nicaragua (17-28. Mai 2012):

León war meine Stadt! Trotz keinem Fluß der durchfließt und einer u.a. dadurch entstehenden Mörderhitze, fühlte ich mich von der ersten Sekunde an pudelwohl.
Die mit 155.000 Einwohnern zweitgrößte Stadt Nicaraguas besaß Charme und Authentizität zugleich. Durchaus dreckig und chaotisch, aber zugleich durch eine aufgrund der altehrwürdigen Universität liebenswürdige, junge und frische Art und Weise, entfachte sie in mir ein Wohlfühlen, dass ich nicht oft auf dieser Reise hatte. Kein Wunder, ist sie doch auch Partnerstadt von Hamburg, Lund (!!), Oxford, Utrecht, Saragossa und Berkeley.…

Playa Maderas - San Juan del Sur, Nicaragua

Nicaragua – Granada, Insel Ometepe & Strand

Die Ausreise aus Costa Rica gestaltete sich als organisiert und problemlos, die Einreise nach Nicaragua schon wieder eher als kleine Herausforderung, war es doch die beschäftigste Grenze zwischen diesen beiden Ländern und dementsprechend voll und chaotisch. Schon auf den Weg dorthin waren wir an einer kilometerlangen Schlange von wartenden Lastwagenfahrern vorbei gekommen – es stellte sich heraus, dass es keinen extra Schalter für die Jungs gab und uns so einige Stunden wohl bevorstanden. Während die Stimmung ein wenig absackte, erspähte ich einen in diesem Moment ankommenden Tica-Bus (Transportes Internacionales Centroamericanos).…

Costa Rica

Da stand ich also im Niemandsland, zwischen Panama und Costa Rica, mußte schauen, dass ich zwischen den losen Holzplanken und rostigen Geländern nicht in den, wahrscheinlich mit allerlei Reptilien verseuchten Grenzfluß fiel und nebenbei noch ein paar in Zeitlupengeschwindigkeit fahrenden Trucks ausweichen, welche die Behörden allen Ernstes noch über dieses Brückenschmuckstück schickten. Doch trotzdem: dies sind die Momente, in denen man sich als wahrer Reisender fühlt, als jemand, der mit all seinem Hab und Gut auf dem Rücken etwas Unbekanntem entgegenläuft – und sich dabei diebisch freut und mehr als nur frei fühlt.…

Panama - Panama City: view by night from Casco Viejo towards the new town

Panama

Panama City (10-21. April 2012):

Panama - Panama City: View from Casco Viejo towards the new part

Panama – Panama City: View from Casco Viejo towards the new part

Panama City, Hauptstadt des Landes und mit 800.000 Einwohner gleichzeitig größte Stadt des 3,3 Millionen Staates, erinnert viele aufgrund der markanten und modernen Hochhäuser-Skyline an eine Art kleines Miami. Beurteilen kann ich das nicht, war ich doch noch nie in Miami. Beeindruckend ist es aber allemal, sowohl wenn man einfährt, sich in der Altstadt mit eben diesem Blick auf die gegenüberliegende Bucht aufhält, oder aber durch das Hochhäuser-Meer direkt wühlt.…

Kolumbien nach Panama (San Blas Inseln)

Cartagena, Kolumbien -> San Blas Inseln, Panama -> Portobelo, Panama (5-10. April 2012):

Da Kolumbien und Panama immernoch die einzige Grenzregion liefern, wo die Panamericana (durchgehende Straße vom nordamerikanischen Alaska bis ins südamerikanischen Feuerland) das einzige Mal während ihrer tausenden Kilometer unterbrochen wird, bleibt einem von Süd- nach Mittelamerika eigentlich nur der Weg per Luft oder Wasser – es sei denn man liebt langwierige Dschungeltreks, ist malariaimmun, hat Freunde bei der Guerilla (FARC), den Drogenkartellen, und ist selbstmordgefährdet, denn dann geht es auch per Landstrecke.…

Colombia - La Ciudad Perdida: finaly there!!!

Kolumbien – die Karibik

Santa Marta, Taganga, Parque Nacional Tayrona, Palomino – Kolumbien (18-23. März 2012):

Colombia - Taganga: sunset mood from the viewpoint of La Casa de Felipe

Colombia – Taganga: sunset mood from the viewpoint of La Casa de Felipe

Die Karibik!! 31 Jahre hat es gedauert, um an dieser Ecke der Welt vorbeizukommen. 4 1/2 Monate Südamerika lagen in diesem Moment hinter mir, und ich näherte mich langsam aber sicher dem Ende dieses Kontinents. Cartagena, die historisch-koloniale Küstenstadt, war als Endziel in Kolumbien auserkoren worden, schlicht aus dem Grund weil dort die meisten Segelboote nach Panama ablegen sollten.…

Colombia - Salento: Cocora Valley with its famous wax palms

Kolumbien – Das Goldene & Kaffee Dreieck

Ipiales, Pasto & Popayan – Kolumbien (18-20. Februar 2012):

Colombia - Ipiales to Pasto

Colombia – Ipiales to Pasto

Wir spazierten also über die Brücke von Ecuador (Romichaca) nach Kolumbien (Ipiales) und mußten schon bei der ersten Aktion dieses Landes überhaupt feststellen, dass hier grundsätzlich etwas besser läuft als in allen anderen südamerikanischen Ländern. Wir bekamen einen Einreisestempel in den Pass (soweit nichts besonderes) und sonst … NICHTS. Wir waren verwirrt, bekommt man doch bei jeden anderen Land zusätzlich noch ein Formular, welches man mit Name, Adresse und allem möglichen anderen ausfüllen muß, welches abgestempelt wird und man dann einen Teil behalten muß um ihn bei Ausreise wieder vorzulegen.…

Ecuador - Cotopaxi: view towards the Cotopaxi from the dormitory

Nordchile, Bolivien, Peru & Ecuador

San Pedro de Atacama, Putre & Parque Nacional de Lauca, Nordchile (20-25. Jan 2012):

Santiago hinter mir lassend, ging es im Cama Turbus (Turbus ist mit Pullman das so ziemlich zuverlässigste, was auf chilenischen Straßen umherfährt) über Nachmittag, Abend und Nacht nach Calama. An dieser Stelle sei mir eine kurze Erklärung zu den Reisebussen in Südamerika gestattet, denn diese sind mehr als nur anders im Vergleich zu dem, was auf unseren Straßen in Europa oder den USA rumfährt. Im großen und ganzen gibt es in den großen südamerikanischen Ländern wie Argentinien, Chile und Peru grundsätzlich 3-4 Arten von Langstrecken-Reisebussen gibt, geordnet von billig bis teuer:

  • Classico / Normal / Typico: normaler Reisebus, vergleichbar mit den Bussen auf deutschen Straßen, mit denen man längere Distanzen zurücklegt.
Parque Nacional Nevado Tres Cruces - Laguna Verde

Chile – Weihnachten & Neujahr

Santiago de Chile – Chile (22. Dez 2011):

Nach einer im Verhaeltnis zu den letzten Distanzen gesehen recht kurzen Nachtfahrt von Osorno nach Santiago de Chile (nur 12h!), kam ich also am Morgen des 22. Dezember 2011 an einen der zahlreichen Busterminals der chilenischen Hauptstadt an. Diese liegt ganz grob gesehen in der Mitte von Chile, sowohl auf der Nord-Sued-Achse, wie auch auf der Ost-West-Achse. Mit ca. 6 Mio. Einwohnern (was gute 40% der Gesamtbevoelkerung entspricht) ist es nicht nur das unbestrittene politische Zentrum Chiles (und das, obwohl das chilenische Parlament (Congreso Nacional) im 1h entfernten und am Pazifik liegenden Valparaíso tagt), sondern gleichzeitig auch das unangefochten wirtschaftliche Herz des Landes.…

Punta Arenas - king penguin male

VIDEO – Südamerika

I’m leaving today with the sailing boat to Panama – 5 month of South America will find their end at 6pm, when we set sails to the Caribbean and St Blas Islands, arriving in Portobelo, Panama in around 6 days.

I played a bit around with the new iMovie version of my iPhone and condensed more than one hour of video material of the last five month in South America to a small 1:34min piece. Take a look if you like it – and once more: thanks a lot to all the great people I could met on that trip so far and please take all care of you.…

El Calafate - Perito Moreno glacier from the balconies

Ostpatagonien

Ushuaia – Argentina:

Ushuaia - harbor and the Antartica cruise ships

Ushuaia – harbor and the Antartica cruise ships

14h Bus – und Faehrfahrt (ein drittes Mal die Magellanstrasse), einem typisch chilenisch-argentischen Grenzuebertritt (Schikane – wieder alles Obst, Gemuese, Milchprodukte, Fleisch und Teebeutel (!) und geschmuggelte Krokodile wegwerfen), einem Motorschaden und unzaehligen patagonischen Kilometern spaeter, erreiche ich kurz vor Sonnenuntergang die suedlichste Stadt der Welt – Ushuaia in Argentinien (und ja ich weiss, das Puerto Williams auf chilenischer Seite den Titel auch will – aber das ist nunmal ein Dorf und nichts weiter).…

Torres del Paine National Park - finally arrived at the three Torres

Westpatagonien

Den Namen Patagonien hat Südamerika mal wieder dem portugiesischen Entdecker Ferdinand Magellan zu verdanken. Im Gegensatz zur Magellanstraße und der großen und kleinen magellanischen Wolke (sichtbare Galaxien von der Erde aus) ging er hier allerdings endlich mal etwas kreativer vor. Während er auf einer seiner Entdeckungsreisen im Jahre 1520 in Tierra del Fuego (Feuerland) überwinterte, begegnete er den mit großer Statur gesegneten Eingeborenen (Tehuelche-Indianer) und nannte sie kurzum “patagones” – abgeleitet vom (fiktiven) Riesen Pathagón, der in den damals trendigen “Novelas de Caballeria” (einer Art Sammlung von Rittergeschichten) vorkam.…

Iguazu Falls - Brasilian side

Iguazu Falls, Uruguay, Buenos Aires & Puerto Madryn

Iguazu Falls - Brasilian side

Iguazu Falls – Brasilian side

Nach den ersten Tagen in Rio de Janeiro sollte es zügig Richtung Argentinien weitergehen. Als Grenzübergang hatten wir uns Iguazu ausgesucht, dem Ort der magischen und vor kurzem erst zu einem der neuen sieben Naturweltwunder deklarierten Wasserfälle. Zwei Tage waren eingeplant (6-7. Nov 2011), einen für die brasilianische (Parque Nacional do Iguacu) und einen für die argentinische Seite (Parque Nacional de Iguazú). Der Rio Iguazú bildet gleichzeitig die Grenze zwischen beiden Ländern und jede Seite ließ sich nicht lumpen gleich nen ganzen Themenpark an das jeweils eigene Ufer zu bauen.…

Rio de Janeiro

Ein ganzes Jahr Reisen will wohlgeplant sein! Und will man sich einer gewissen (und bei einem Jahr durchaus realistisch notwendigen) Flexibilitaet sicher sein, bedeutet das im Umkehrschluss noch mehr Planung.

Schon vor dem irgendwie traurigen aber doch schoenen Abschied von meinen Kollegen in Muenchen liefen daher die Planungsdraehte heiss. Einfach mal drauf losfliegen wie in einem Pauschalurlaub ist hier nicht, schon garnicht bei einem ersten Kontinent wie Suedamerika. Das bedeutet fuer die Vorbereitung Projektmanagement, Recherche, Budgetplanung, Organisation und Belastbarkeit, waehrend des Jahres kommen dann noch laufendes Controlling, Krisenmanagement, Fremdsprachen und Flexibilität dazu.…

Unterwegs / On my way…

2011 war bisher ein turbulentes Jahr. Nach meinem Umzug von London zurueck nach Muenchen im Januar und der neuen und herausfordernden Aufgabe bei Siemens, war relativ schnell klar, dass es auf dem reinen Fokus zu arbeiten nicht lange bleiben wuerde. Das Headquarter hatte entschieden, den IT-Part von Siemens an einen franzoesischen IT-Dienstleister zu verkaufen – und damit endete im Juli 2011 die jahrzentelange Siemens-Zugehoerigkeit. Die spannende Uebernahmezeit gab mir aber auch Gelegenheit nochmals tiefer und intensiver darueber nachzudenken, was die Arbeitszukunft fuer mich bringen sollte.…